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Die Maske, die nie eine Hexe sein durfte (1920er)

Die besondere Fasnetshexengeschichte von Empfingen ist spannend. Auch durch die Geschichte mit der Villinger Hexenmaske (mit zwei Warzen und Hakennase) Diese Hexenmaske kam, laut mündlicher Überlieferung, in den 1920er Jahren aus Villingen nach Empfingen. Johann Kleindienst, der in Villingen als Industriekamin-Maurer arbeitete, brachte sie mit.

 

 

Das Spannendste an dieser Geschichte ist, dass diese Maske in Empfingen keine Benutzung durch die Fasnetshexen fand. Die besagte Maske wurde an der Fasnet als Schantle zu Geschell und Anzug getragen.

 

Wie konnte es zu dieser seltsamen, falschen Verwendung kommen?

Es gibt dafür eine einfache Erklärung: Weil die Fasnetshexen im Ort schon vorhanden waren und herkömmlich eine Gardine als Gesichtsvermummung trugen, schien kein Bedarf für ein neues Hexengesicht vorhanden gewesen zu sein. So wurde das Gesicht den Schantle zugeordnet, welche zu jener Zeit im Ort gerade so in Mode kamen.

Die Maske selbst ist eine Art Drahtgazelarve, kaschiert mit gekleistertem Zeitungspapier und relativ dünnwandig. Die Falten sind ebenfalls aus Zeitungspapier modelliert. Bei genauerer Untersuchung der Maske wurde die Zahl 1922 entdeckt.

Angenommen es wäre das Ausgabedatum einer der verwendeten Zeitungen, so könnte die Maske vielleicht um 1922/23 hergestellt und dann oder in den darauffolgenden Jahren nach Empfingen gebracht worden sein. Das würde sogar ungefähr mit der mündlichen Überlieferung übereinstimmen.

Zahl 1922 auf der Hexenmaske

 

zeitungskaschierte Drahtgaze

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